Menschlicher Körper

Woher kommen Schuppen in den Haaren und was sind die Ursachen?

Es gibt verschiedene Arten von Schuppen, die unterschiedliche Ursachen haben. Im Groben unterscheidet man trockene und fettige Schuppen. Was sind die Ursachen und wie kann man sie behandeln? Die Antworten in den folgenden Zeilen kommen von einer Dermatologin.

Manche Menschen haben das Gefühl, dass sich ihre Kopfhaut buchstäblich schält. Die Schuppen auf den Schultern machen ihnen das Leben schwer. Schuppige Kopfhaut ist zwar sehr lästig, aber in der Regel glücklicherweise harmlos. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Schuppen tatsächlich krankhaft sind und eine entsprechende Behandlung erfordern.

Die häufigste Schuppenart: Pityriasis

schuppen in den haaren 300x169 - Woher kommen Schuppen in den Haaren und was sind die Ursachen?Schuppen entstehen am häufigsten durch Pityriasis (Kleiepilzflechte), eine Erkrankung, die durch einen Pilz hervorgerufen wird, der die Kopfhaut besiedelt und das Erneuerungssystem der Zellen stört. Die Kopfhaut scheidet ständig abgestorbene Zellen aus, um neue zu bilden. Unter dem Einfluss der Pityriasis neigt dieser Prozess dazu, sich zu beschleunigen. Die abgestorbenen Zellen verklumpen miteinander und sammeln sich in Form von Schuppen an. Das Ergebnis sind unansehnliche Flocken auf der Schulter.

„Diese Art von Schuppen ist häufig und gutartig“, betont Isabelle Gallay, Dermatologin in Dijon (Frankreich). Schwitzen und das Tragen einer Mütze oder eines Hutes können das Phänomen noch verstärken. Glücklicherweise gibt es dafür einige Lösungsansätze. „Man kann Anti-Schuppen-Shampoos verwenden, aber es ist ratsam, einen Dermatologen zu konsultieren, um die richtige Anwendungshäufigkeit für den jeweiligen Fall zu finden“, betont sie.

Anderen Arten von Schuppen

Im Gegensatz zu den trockenen Schuppen, die durch Pityriasis verursacht werden, gibt es auch Schuppen, die durch eine Infektion, einen Parasiten oder eine Krankheit verursacht werden. Das gilt insbesondere für Kopfhautekzeme, Ringelflechte und Psoriasis, erzählte die Dermatologie im Interview.

Das Kopfhautekzem oder die seborrhoische Dermatitis ist eine Infektion der Kopfhaut, die durch einen anderen Pilz namens Malassezia verursacht wird. Wenn er sich zu stark vermehrt, bilden sich gelbliche, schuppige Hautstellen. Die Schuppen sind dann fettig.

Ringelröteln sind Parasiten, die ebenfalls für schuppige Kopfhaut sorgen können. „Kinder können sich in der Schule mit ihnen anstecken, genauso wie mit Läusen“, betont Dr. Gallay. Sie verursachen große, infizierte Schuppen und führen zu starkem Juckreiz.

„Eine lokale Infektion mit Staphylococcus aureus kann auch auf Ringelflechte hindeuten, ohne dass dies tatsächlich der Fall ist“, fügt sie hinzu. Aus diesem Grund ist ein Besuch beim Hautarzt nötig, wenn fettige, gelbliche Schuppen auftreten.

Bei der Psoriasis (Autoimmunerkrankung) handelt es sich um eine übermäßige Aktivität der körpereigenen Abwehrsysteme.

Die Psoriasis ist somit eine übertriebene Reaktion des Körpers auf Angriffe aus der Umwelt. Da sich die Zellen der Epidermis (oberste Hautschicht) in zu großer Zahl erneuern, kommt es zu einer übermäßigen Abschuppung. Auf der Kopfhaut macht sich das Phänomen in Form von Schuppen bemerkbar.

Es ist wichtig herauszufinden, welche Art Schuppen sich auf dem Kopf bilden. Ein Dermatologe wird die richtige Diagnose stellen und eine sinnvolle Behandlung verschreiben.

Urhebender Autor: Redaktion Futura

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