Schlaf

Schlafhygiene: Wie Sie die perfekten Bedingungen für gesunden Schlaf schaffen

Ohne Schlaf würden wir krank werden. Bei einem längeren Zeitraum unter Schlafentzug ist es sogar möglich zu sterben. Gesunder Schlaf ist also wirklich wichtig für unsere Gesundheit. Allerdings leiden viele Menschen in Deutschland unter Schlafstörungen bis hin zur Schlaflosigkeit. Solche Beschwerden müssen jedoch nicht immer medikamentös behandelt werden. Bevor man den Weg zum Arzt wagt, kann man zunächst versuchen die Probleme selbst in den Griff zu bekommen. Hierzu ist eine gesunde Schlafhygiene nötig, und die ist mit ein paar Umstellungen im Alltag gar nicht so schwer umzusetzen.

Ungesunder Schlaf kann großen Schaden anrichten

Wer nicht genug und tief genug schläft, kann seine Gesundheit damit aufs Spiel setzen. Immerhin verbringen wir ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen. Vor allem zu wenig Schlaf hat dabei Auswirkungen auf die Gesundheit. Das haben diverse Studien bestätigen können.

Demnach haben Menschen, die weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, erhöhte Risiken für Arteriosklerose, Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Zudem nimmt die Konzentrationsfähigkeit ab und Stimmungsschwankungen können hinzukommen.

Eine gesunde Schlafumgebung schaffen

schlafhygiene wie sie die perfekten bedingungen fur gesunden schlaf schaffen 300x200 - Schlafhygiene: Wie Sie die perfekten Bedingungen für gesunden Schlaf schaffenFür eine gesunde Schlafumgebung ist maßgeblich das Bett verantwortlich. Bequem muss es sein und es soll die Wirbelsäule gut stützen. Das ist wiederum abhängig in welcher Position man am liebsten schläft. Die gesündeste Schlafposition haben Rückenschläfer. Matratzen mit einer besonders guten Schlafergonomie findet man bei diesem Anbieter. Neben der Matratze kommt es auch auf ein gutes Kissen an, das den Nacken stützt.

Das Schlafzimmer sollte ebenfalls zu einem gesunden Schlaf beitragen. Es sollte komplett abdunkelbar sein. Außerdem sollte die Temperatur beim Schlafen nicht mehr als 18 Grad betragen. Zimmerpflanzen, wie etwa die Aloe, können das Raumklima positiv beeinflussen und die Luft mit Sauerstoff anreichern. Elektronische Geräte wie etwa Fernseher und Computer haben im Schlafzimmer nichts verloren.

Im Schlafzimmer soll nur geschlafen werden

Das Bett ist nur zum Schlafen da. Natürlich ist es völlig in Ordnung, wenn vor dem Einschlafen noch ein leicht verdauliches Buch gelesen wird. Allzu anstrengend sollte es allerdings nicht für das Gehirn sein. Außerdem sollten Smartphones oder Tablets ebenfalls nicht im Bett benutzt werden. Das blaue Licht kann die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmen, was Schlafstörungen nach sich ziehen kann. Sex ist im Bett natürlich erlaubt.

Zu festen Zeiten ins Bett gehen

Bei Schlafstörungen kann es helfen, wenn man jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett geht und am Morgen zur gleichen Zeit aufsteht, auch am Wochenende. Dabei ist eine Abweichung bis zu 30 Minuten noch im Rahmen. Nur mit einer solchen Regelmäßigkeit kann sich der Biorhythmus des Körpers auf eine natürliche Weise einstellen.

Bei schweren Schlafproblemen sollte die Zeit, die pro Nacht im Bett verbracht wird zunächst nicht mehr als sieben Stunden betragen. So wird eine Müdigkeit provoziert, die dann in der folgenden Nacht nützlich zum Einschlafen sein kann.

Am Tag auf Nickerchen verzichten

Geschlafen werden sollte nur in der Nacht. Auch wenn am Tag die Müdigkeit noch so groß ist, sollte man sich die für den erholsameren Tiefschlaf in der Nacht aufheben. Ein Mittagsschlaf kann zwar erholsam sein, findet er allerdings zu spät statt, können noch stärkere Durch- oder Einschlafprobleme in der Nacht die Folge sein.

Alkohol vor dem Zubettgehen vermeiden

Alkoholische Getränke können zwar dafür sorgen, dass das Einschlafen an sich schneller vonstatten geht, allerdings bedeutet das nicht gleich, dass der Schlaf erholsam sein wird. Aus diesem Grund sollte Alkohol unmittelbar vor dem Schlafen vermieden werden. Vor allem in der zweit Nachthälfte kann das Durchschlafen gestört werden. Dabei reicht meist schon eine geringe Menge, beispielsweise ein großes Bier, direkt vor dem Zubettgehen. Wer unter Schlafproblemen leidet sollte ohnehin nicht häufiger als an zwei Abenden in der Woche Alkohol konsumieren.

Kaffee nur am Morgen und in Maßen

Für Kaffee gelten ähnliche Regeln wie für Alkohol. Das koffeinhaltige Heißgetränk sollte nur Morgen getrunken werden. Am Nachtmittag ist eine weitere Tasse zwar auch noch in Ordnung, allerdings sollte zwischen ihr und dem Zubettgehen mindestens noch vier Stunden liegen. Wer dennoch abends nicht auf den Kaffeegenuss verzichten will, sollte sich lieber eine Tasse koffeinfreien Kaffee einschenken.

Kein schweres Essen vorm Schlafen

Vor dem Schlafen sollte keinen allzu fettigen oder schweren Mahlzeiten mehr eingenommen werden, die auf den Magen schlagen könnten. Dadurch kann es nämlich ebenfalls zu einer unruhigen Nacht kommen, da der Körper damit beschäftigt ist zu verdauen, statt sich zu erholen. Hungrig muss man jedoch nicht ins Bett gehen. Ein leichter Snack vor dem Schlafen ist völlig in Ordnung.

Plötzliches Aufwachen in der Nacht – Das sollte vermieden werden

Wer unter Durchschlafstörungen leidet, wacht in der Nacht auf und kann dann nicht mehr einschlafen. Dabei sollte jedoch vermieden werden auf die Uhr zu schauen. Das kann den Einschlafdruck erhöhen, was eher kontraproduktiv ist. Das Licht sollte mitten in der Nacht ebenfalls nicht eingeschaltet werden. Es kann dafür sorgen, dass man wacher wird, was das erneute Einschlafen verhindert.

Ausdauersport treiben

Um tagsüber etwas für das nächtliche Einschlafen zu tun, kann ein gesunder Lebensstil helfen. Eine gesunde Ernährung sowie Ausdauersport sind das A und O. Wer sich täglich für etwa 30 Minuten moderat bewegt, beispielsweise beim Laufen oder auf dem Fahrrad, wird bestimmt weniger Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen haben.

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