Chemie

Kovalente Bindung – Was ist das? Eine Definition

Die kovalente Bindung ist eine besondere Art der chemischen Bindung. Es handelt sich um eine Bindung zwischen zwei Atomen, die in der Regel nicht metallisch sind, und die sich aus der Zusammenführung der Elektronen jedes einzelnen Atoms ergibt. So gewinnt (erhält) jedes Atom Elektronen.

Kovalente Bindungen und bindende Elektronenpaare

Die an einer kovalenten Bindung beteiligten Elektronen bilden Paare oder Dubletten von Bindungselektronen. Wenn sich Atome zwei Dubletten teilen, spricht man von einer Doppelbindung, wenn sie sich drei Dubletten teilen, von einer Dreifachbindung.

Beispiele: Wasserstoff und Kohlenstoff

Das Wasserstoffatom kann zum Beispiel nur eine kovalente Bindung eingehen, das Kohlenstoffatom dagegen bis zu vier. In Ethylen (C2H4), einem farblosen Gas, sind die beiden Kohlenstoffatome durch eine Doppelbindung und jedes mit zwei Wasserstoffatomen durch eine Einfachbindung verbunden.

Normale kovalente Bindung

kovalente bindung was 300x169 - Kovalente Bindung - Was ist das? Eine DefinitionKovalente Bindungen werden zwischen Atomen mit einem begrenzten Unterschied in der Elektronegativität (wird durch die Kernladung des Atoms bestimmt) gebildet. Eine kovalente Bindung wird als „vollkommen normal“ bezeichnet, wenn sie zwischen zwei Atomen mit der gleichen Elektronegativität besteht, wie es beispielsweise bei Chlor (Cl2) der Fall ist. Eine kovalente Bindung wird als „normal polarisiert“ bezeichnet, wenn sie zwischen zwei Atomen mit unterschiedlicher Elektronegativität hergestellt wird, wie es beispielsweise bei Salzsäure oder Chlorwasserstoff (HCl) der Fall ist.

Kovalente Bindung und Geometrie

Im Gegensatz zu ionischen Bindungen sind kovalente Bindungen gerichtet. So nehmen Atome, die sich in kovalenten Bindungen zusammenfinden, charakteristische Formen an, die es ihnen ermöglichen, die elektrostatische Abstoßung zu minimieren. Ein Molekül, das aus vier Bindungspaaren besteht, nimmt daher eine tetraedrische Form (dreiseitige Pyramidenform) an. Ein Molekül, das aus zwei Bindungspaaren besteht, nimmt im Falle einer Doppelbindung eine lineare Form an.

Siehe auch:

  • intramolekulare Bindungen;
  • intermolekulare Bindung;
  • Koordinationsbindung;
  • Metallbindung;
  • Wasserstoffbindung;
  • Peptidbindung;
  • Van-der-Waals-Kraft.

Urhebender Autor: Redaktion Futura

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