Haushalt

Wenn es schnell gehen muss: Hilfe und Lösungen für Hausbesitzer in typischen Notlagen

Ob Wasserschaden oder Ameisenplage – Alltagsprobleme, die Mieter eher kalt lassen, erzeugen bei Eigenheimbesitzern oft schiere Panik. Zwar geht es für sie nicht um Leben und Tod, aber immerhin um ein Gebäude, für das sie sich auf Jahrzehnte hinaus verschuldet haben. Gerade deshalb heißt es: cool bleiben und schnell handeln. Wer kopflos agiert, strapaziert seine Nerven und seinen Geldbeutel. Für verstopfte Abflüsse, Stromausfälle und Co gibt es jedoch meist günstige oder gar kostenlose DIY-Lösungen.

1. Schimmel im Haus

Schimmel erzeugt Gesundheitsrisiken – bei der Entfernung sollte man gründlich und klug vorgehen.

Das Problem: Schimmel kann großen Schaden anrichten

hilfe losungen fur hausbesitzer notlagen 300x169 - Wenn es schnell gehen muss: Hilfe und Lösungen für Hausbesitzer in typischen NotlagenSchwarze Schimmelflecken in Raumecken oder an Fensterleibungen? Dieses Problem sollten Hauseigentümer ernst nehmen. Nicht nur, dass Schimmelsporen in der Raumluft Atemprobleme und allergische Reaktionen verursachen können – die schwarzen Flecken weisen manchmal auch auf Baumängel hin.

Falsche Vorgehensweise: Kosmetische Veränderungen

Die Schimmelflecken einfach von der Wand abwaschen und überstreichen, bringt nur eine kosmetische Verbesserung des Problems. Eigentümer, die den Schimmelpilz optisch beseitigen wollen, sollten die Wand zumindest desinfizieren und dabei eine Maske tragen. Allein die Behandlung mit Spezialmitteln oder Wasserstoffperoxid reicht jedoch nicht aus – bei Schimmel ist Ursachenforschung angesagt.

Richtige Vorgehensweise: Ursachen bekämpfen

Schimmel blüht überall dort, wo Feuchtigkeit vorherrscht. Das kann neben undichten Fenstern und Türen passieren oder an sogenannten Kältebrücken: Stellen des Gebäudes, die schlecht isoliert sind, lassen durch ihre Kälte die Feuchtigkeit der Innenraumluft an der Wand kondensieren. Wer vorab wissen will, ob sein Haus Gefahrenstellen aufweist, kann das Gebäude vom Sachverständigen durch eine Wärmebildkamera begutachten lassen. Durch gezieltes Dämmen lässt sich Schimmel dann verhindern, bevor er auftaucht.

Im Allgemeinen gilt: Je besser die Feuchtigkeit aus dem Hausinneren entweichen kann, desto geringer die Schimmelgefahr. Das mit Abstand günstigste Mittel ist deshalb richtiges Stoßlüften. Etwa drei bis fünf Mal am Tag sollten die Fenster ganz geöffnet werden, damit Durchzug entsteht. Je kälter es draußen wird, desto kürzer und häufiger sollten die Lüftungsperioden sein. Die Fenster ständig zu kippen, lässt dagegen Räume auskühlen und fördert Feuchtigkeitsprobleme.

2. Insekten und andere Schädlinge

Das große Krabbeln ist kein Grund zur Panik – hier helfen oft Hausmittel.

Das Problem: „Mitbewohner“ können gesundheitliche Folgen haben und Schäden anrichten

Silberfische, Bettwanzen, Kakerlaken oder Motten – frischgebackene Hausbesitzer lernen ihre ungebetenen Mitbewohner meist erst nach dem Einzug kennen. Das Problem: Manche Schädlinge können Krankheiten übertragen oder sogar die Substanz des Gebäudes beschädigen. Letzteres schaffen holzfressende Insekten genauso wie Waschbären und Marder, die auf Dachböden Dämmmaterial zerstören und Kot hinterlassen. Was tun, wenn man ungebetene Gäste bemerkt?

Falsche Vorgehensweise: Nicht gleich die Chemiekeule

Hausbesitzer sollten nicht sofort zur chemischen Keule greifen, wenn sie Schädlinge entdecken. Zwar stammen manche Insektizide, z.B. sogenannte Pyrethrine, aus pflanzlichen Rohstoffen und sind für den Menschen unschädlich, andere wirken dagegen toxisch. Wenn Kinder im Haus sind, die mit Schädlingsködern spielen oder sie verschlucken könnten, sollte Gift die letzte Lösung darstellen.

Richtige Vorgehensweise: Hausmittel sind oft auch hilfreich

Ursachenforschung und Hausmittel zeigen bei Schädlingsbefall oft großen Erfolg: Wer den Küchenabfall regelmäßig entsorgt und seine Lebensmittel in geschlossenen Behältern lagert, wehrt Ameisen und Lebensmittelmotten ab. Gegen eine Ameisenstraße vom Garten ins Haus hilft eine Grenzlinie aus Backpulver, die auf die Schwelle gestreut wird. Kleidermotten reagieren empfindlich auf Duftsäckchen mit Zitrus- oder Lavendelduft, nachdem die Textilien gründlich gewaschen und die Schränke gereinigt wurden. Kakerlaken gelten als gefährliche Schädlinge, weil ihr Kot Krankheiten übertragen kann. Doch auch hier kann der Fachmann zunächst Klebefallen und Duftköder aufstellen, die keine Insektizide benötigen. Auch Spinnen helfen dabei, den Insektenbestand niedrig zu halten.

3. Zugefallene Außentüren

Schlechte Sicherheitsstandards sind hier der Türöffner in der Not.

Das Problem: Plötzlich fällt die Tür zu

Das kann jedem mal passieren: Schnell den Müll rausgebracht oder die Zeitung aus dem Briefkasten geholt … plötzlich schlägt ein Windstoß die Haustür zu und man hat sich ausgesperrt. Viele Menschen bekommen jetzt Panik – doch besonnenes Handeln kann Schäden vermeiden und Geld sparen:

Falsche Vorgehensweise: Die Situation falsch einschätzen

Falsch wäre jedes Vorgehen, das der Situation nicht angemessen ist: Wer sich aussperrt, wenn er das Haus Richtung Arbeit verlässt, muss nicht gleich die Tür eintreten, sondern kann sich in Ruhe überlegen, was zu tun ist. Falls in der Küche etwas auf dem Herd steht, elektrische Geräte laufen oder ein Baby unbeaufsichtigt krabbelt, wird Abwarten zum Risiko. In dieser Situation sollten Hausbesitzer lieber den Notruf wählen.

Richtige Vorgehensweise: Schlüsseldienst nur, wenn nichts mehr geht

Wenn im Haus keine Gefahr droht, sollten Ausgesperrte tief durchatmen und kühl nachdenken: Wer hat einen Ersatzschlüssel und kann helfen? Stehen eventuell eine Kellertür, die Terrassentür oder ein leicht zugängliches Fenster offen? Gerade bei Altbauten besteht im Notfall auch die Möglichkeit, ins eigene Haus einzubrechen. Mithilfe einer alten Kreditkarte oder einem anderen Stück Plastik, z.B. einer aufgeschnittenen Wasserflasche, lässt sich der Türschnapper im Türspalt zurückschieben und die Tür öffnen. Noch einfacher: Durch einen Briefschlitz in der Tür lässt sich ein hakenförmiger Draht einführen, mit dem man die Klinke herunterziehen kann. Auch gekippte Fenster im Erdgeschoss lassen sich leicht öffnen, indem man ein „Lasso“ um den Innengriff legt, die Scheibe zu sich heranzieht und den Griff in die Waagerechte zieht. Spätestens nach einem Einbruch in Eigenregie denken Hausbesitzer dann über besseren Einbruchschutz nach.

Wer in sein gut geschütztes Haus nicht selbst einsteigen kann, ist auf einen Schlüsseldienst angewiesen. Unseriöse überregionale Vermittler geben am Telefon keine Preisauskünfte und können den Namen des Schlüsseldienstes vor Ort nicht benennen. Seriöse örtliche Anbieter erkennt man am Impressum der Homepage und an der Mitgliedschaft in einer Handwerksinnung. Aus diesem Grund ist ein genauer Check vorher sehr hilfreich, denn so schützen sich Verbraucher bereits vor einem Großteil der unseriösen Anbieter.

4. Spontane Kaufreue

Das Traumhaus entpuppt sich als Alptraum? Dann ist juristische Kompetenz gefragt.

Das Problem: Vorher nicht ersichtliche Mängel

Kurz nach dem Einzug bemerkt manch ein Hausbesitzer, was er vor dem Kauf nicht wahrgenommen hat: Laute Nachbarn, eine vielbefahrene Straße oder ein Dorfklima, das sich weniger liberal zeigt als erhofft. Selbst kleine Mängel bekommen dramatische Züge, wenn Eigentümer vor Augen haben, dass sie die Immobilie über Jahrzehnte selbst nutzen wollen, bis das hohe Immobiliendarlehen endlich getilgt ist.

Falsche Vorgehensweise: Hektisch verkaufen

Das Haus einfach wieder verkaufen und der Bank das Geld zurückzahlen? Diese spontane Idee kann zu herben finanziellen Verlusten führen. Insbesondere dann, wenn Hauskäufer auch die Nebenkosten wie Maklercourtage und Grundsteuer durch ein Darlehen abgedeckt haben. Wenn das Haus seit Kauf keine hohe Wertsteigerung verzeichnen konnte, bleiben Eigentümer, die das Geschäft zu mehr als 100 Prozent durch einen Kredit finanziert haben, bei Wiederverkauf auf einem Teil der Schulden sitzen. Dasselbe gilt dann, wenn man kostspielig renoviert hat, aber keine entsprechende Preissteigerung erreichen kann. Und schließlich: Wer ein Immobiliendarlehen vorzeitig zurückzahlt, muss der Bank eine hohe Vorfälligkeitsentschädigung zahlen, meist eine hohe vierstellige Summe.

Richtige Vorgehensweise: Mit Expertenhilfe besonnen handeln

Wer sein Haus kurz nach dem Kauf wieder veräußern will, sollte einen Anwalt konsultieren. Als Experte kann er den Darlehensvertrag danach beurteilen, ob Formfehler den Käufer vor einer Vorfälligkeitsentschädigung bewahren. Das kann etwa passieren, wenn die Widerrufsbelehrung unvollständig ist und die 14-Tages-Frist, in der ein Vertragspartner zurücktreten kann, deshalb technisch auch nach Monaten noch nicht begonnen hat.

5. Wasser, wo keines sein sollte

Der Wasserschaden als finanzieller Super-GAU für Eigenheimbesitzer? Das muss nicht sein.

Das Problem: Wasserschaden

Es tropft von der Decke, läuft aus der Wand oder legt den Holzboden in Wellen – ein Wasserschaden im Haus kann verschiedene Ursachen haben: Starkregen, ein Überlaufen der Kanalisation, einen Rohrbruch oder ein Leck an Wasch- oder Spülmaschine. Ganz gleich, wo die Feuchtigkeit herkommt, gilt es jetzt, die richtige Reihenfolge einzuhalten, um Wertgegenstände zu schonen und den Versicherungsschutz zu erhalten:

Falsche Vorgehensweise: Nicht erst für Sicherheit sorgen

Wer hektisch den Laptop, die Echtholzmöbel und Omas Ölgemälde ins Obergeschoss rettet, solange das Wasser das Erdgeschoss flutet, handelt fahrlässig: Die erste Pflicht des Eigentümers liegt im Eindämmen des Schadens und im Schutz von Personen. Das heißt: Zuallererst sollte er das Wasser am Haupthahn abdrehen, um bei einem Leck oder Rohrbruch den Zufluss zu stoppen. Im zweiten Schritt stellt man den Strom in den überfluteten Räumen ab – andernfalls können Stromschläge lebensgefährlich werden. Im dritten Schritt müssen Hausbesitzer Sorge tragen, das ausgelaufene Wasser bestmöglich zu beseitigen – mit Wischmopp und Lappen oder mithilfe der Feuerwehr. Die Sicherung des Mobiliars folgt erst, wenn die drei essenziellen Notfallmaßnahmen abgeschlossen sind.

Richtige Vorgehensweise: Schäden eindämmen

Sind Lecks und Rohrbrüche provisorisch geflickt, folgt die Dokumentation für die Versicherung. Hauseigentümer sollten alle beschädigten Gegenstände sowie feuchte Wände, Böden und Decken gründlich fotografieren und den Schaden melden. Je nach Ursache des Wasserschadens ist dann eine andere Versicherung in der Pflicht: Bei Hochwasser und Starkregen springt die Elementar Schadenversicherung ein, bei Schäden durch Leitungswasser und Abwasser übernehmen Gebäudeversicherung und Hausratversicherung den Schaden.

6. Verstopfte Leitungen

Hausmittel und Heimwerkergeschick lösen hier häufig den Knoten.

Das Problem: Der Abfluss funktioniert nicht mehr

abfluss funktioniert nicht mehr 300x200 - Wenn es schnell gehen muss: Hilfe und Lösungen für Hausbesitzer in typischen NotlagenDas Spülbecken läuft nicht mehr ab, die Toilette ist verstopft, in der Duschtasse staut sich das Wasser – durch jahrelange Ablagerungen oder falschen Gebrauch machen Abflussrohre irgendwann dicht. Nicht immer muss dann sofort der Klempner anrücken:

Falsche Vorgehensweise: Fehlende Prävention

Hier liegt der Fehler bereits vor der Verstopfung: Wer in der Dusche kein Haarsieb nutzt und in der Küche Fett in den Ausguss schüttet, riskiert früher oder später eine Abflussblockade. Ob sich das Rohr allmählig zusetzt, erkennt der Nutzer, wenn Abwasser immer langsamer abläuft und dabei gurgelnde Geräusche macht. Diese Anzeichen sollte man lieber nicht ignorieren, sondern präventiv handeln. Wer im Ernstfall gleich den Rohrreinigungs-Notruf tätigt, übertreibt und strapaziert sein Budget. Die meisten Abflussblockaden lassen sich mit Hausmitteln und Muskelkraft beseitigen.

Richtige Vorgehensweise: Erst Hausmittel, dann Notdienst

In der Küche lösen Backpulver und Essig fettige Ablagerungen auf, die das Wasser im Spülbecken stauen. In der Dusche hilft oft eine Pinzette dabei, Haarknäuel aus dem Abfluss zu entfernen. Auch chemische Rohrreiniger tun ihre Wirkung – beim Einsatz sollte der Nutzer Handschuhe und Atemmaske tragen und auf Kinder und Haustiere achten. Wenn beim Wasch- oder Spülbecken nichts mehr läuft, lässt sich der Siphon abschrauben und grundreinigen. Sitzt die Verstopfung tiefer in den Ableitungsrohren, können handwerklich geschickte Hauseigentümer sie mit einer Rohrreinigungsspirale selbst beseitigen, bevor sie den Klempner bemühen.

7. Vergessene Bedienungsvorgänge

Anders als für jedes Auto existiert für ein Haus leider keine Bedienungsanleitung.

Das Problem: Wie funktioniert besagtes Gerät?

Wie funktioniert eigentlich die Heizung? Wo ist der Entlüftungsschlüssel und warum hat der Sicherungskasten keine Beschriftung? – Wer ein älteres Haus kauft, erbt zuweilen chaotische Zustände. Hier helfen Pragmatismus und Detektivarbeit:

Falsche Vorgehensweise: Sich nicht schlau machen

Die Haustechnik nicht zu verstehen, kann teuer werden: Zum Beispiel, wenn die Heizungsanlage rund um die Uhr läuft, die Neubesitzer aber Vollzeit arbeiten und tagsüber vom Sparmodus profitieren könnten. Falsch ist, aus Bequemlichkeit alles im Haus beim Status quo zu belassen. Richtig dagegen, etwas Recherche zu investieren, um Anpassungen vorzunehmen.

Richtige Vorgehensweise: Informieren und richtige Handhabung lernen

Ist die Bedienungsanleitung des Heizbrenners verschwunden, können Hausbesitzer sie beim Hersteller anfordern. Auch den standardisierten Entlüftungsschlüssel für die Heizkörper kann man in jedem Baumarkt nachkaufen. Etwas mehr Arbeit kommt auf den Eigentümer zu, wenn der Sicherungskasten nicht beschriftet ist. Hier hilft nur: Im ganzen Haus das Licht einschalten und jede Sicherung einzeln ausschalten, um zu testen, welchen Raum sie absichert. Steckdosen überprüft man, indem man eine Lampe anschließt, oder einen Leitungsprüfer nutzt.

8. Stromausfall

Rund 15 Minuten muss jeder Deutsche jährlich auf Strom verzichten. Was tun, wenn es passiert?

Das Problem: Nichts geht mehr

Licht aus, DSL-Zugang offline, Heizung kalt – bei einem Stromausfall läuft im Eigenheim gar nichts mehr. Hier sollten Hausbesitzer schnell die Ursache abklären und nach Möglichkeit selbst beseitigen:

Falsche Vorgehensweise: Ursache ignorieren

Weder müssen Hausbesitzer bei Stromausfall sofort den Versorger kontaktieren, noch sollten sie panisch in den dunklen Flur stürzen, um den Sicherungskasten zu finden. Priorität hat auch nicht das Umlegen einer herausgesprungenen Sicherung, sondern das Forschen nach der Ursache.

Richtige Vorgehensweise: Ursache erforschen

Bei einem Stromausfall in den Abendstunden ist eine griffbereite Taschenlampe das beste Werkzeug. Dann gilt es, den Übeltäter, z.B. ein defektes Elektrogerät oder Verteilerkabel, zu finden: Erst einmal alle Verbraucher vom Netz nehmen, die Sicherung wieder umlegen und die Geräte nach und nach wieder einschalten, bis das Problem erneut auftritt. Manchmal liegt es schlicht an der Überlastung alter Stromleitungen, wenn zu viele Geräte (Kühlschrank, Waschmaschine, Spülmaschine) gleichzeitig laufen. Der Elektriker sollte zurate gezogen werden, wenn man selbst eine Stromleitung beschädigt hat, z.B. durch Anbohren. Trifft keine der genannten Ursachen zu, lohnt ein Blick auf die Nachbarhäuser. Herrscht auch dort Dunkelheit und Stillstand, betrifft der Stromausfall womöglich das gesamte Viertel und sollte vonseiten des Versorgers schnell behoben werden.

9. Mangelndes Heimeligkeitsgefühl

Trautes Heim, Glück allein? Manchmal können die Bewohner jedoch so gar nicht mit den neuen Räumen warm werden.

Das Problem: Es fehlt der Wohlfühl-Faktor

Wer aus der engen Dreizimmerwohnung ins Eigenheim zieht, hat häufig mehr Platz zur Verfügung. Das schafft einerseits eine großzügige und luftige Atmosphäre, geht aber andererseits auf Kosten der Gemütlichkeit. Was tun, wenn die meisten Erinnerungsstücke noch in Umzugskisten stecken und weiße Wände eher an eine Arztpraxis denken lassen denn an ein warmes Zuhause.

Falsche Vorgehensweise: Immer mehr kaufen

Wer sich im neuen Haus nicht wohlfühlt und nicht stilsicher einrichten kann, wird häufig eine Menge Geld los. Sei es, weil man selbst versucht, mit Frustkäufen von Möbeln und Deko die Leere zu füllen. Sei es, weil man einen Innenarchitekten beschäftigt, der die Räume nach Feng Shui Prinzipien planen soll. Wer Geld sparen und einen individuellen Stil entwickeln will, sollte beherzigen: Weniger ist oft mehr.

Richtige Vorgehensweise: Anregungen holen und Farbe reinbringen

Wer Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden schaffen will, sollte auch mit den Wänden beginnen. Anstelle von klinischem Weiß macht sich im Wohnzimmer ein warmer Grau- oder Sandton gut. Ein farbiger Putz zum Aufrollen versprüht dabei mehr Eleganz als gestrichene Raufasertapete. Wer hingegen außergewöhnliche Tapeten liebt, kann eine einzelne Wand damit kontrastreich und mit Mustern als Blickfang gestalten. Anstatt den Wohnraum zu überfrachten, sollten sich die Bewohner auf ein bis zwei Herzstücke der Gemütlichkeit konzentrieren. Ein Kaminofen und ein XXL-Sofa komplettieren die Wandgestaltung und erzeugen eine einladende Atmosphäre.

10. Fehlstarts mit Nachbarn

Der erste Eindruck legt oft den Grundstein für späteren Streit oder Harmonie am Gartenzaun.

Das Problem: Dauerhafter Streit trübt die Lebensfreude

Im Großstadtdschungel geht es eher anonym zu – wer dagegen in die Vorstadt oder gar aufs Dorf zieht, der trifft auf ein gewachsenes Sozialbiotop. Zugezogene nehmen mit ihren Nachbarn am besten freundlich Kontakt auf, bevor ihre Umzugslaster Parkplätze blockieren und die Renovierungsarbeiten den Lärmpegel der Straße in die Höhe treiben.

Falsche Vorgehensweise: Nachbarn einfach ignorieren

Wer lieber abwartet oder kontaktscheu ist, riskiert in der Nachbarschaft einen falschen Eindruck zu erzeugen. Bestenfalls wirkt man dann desinteressiert, schlimmstenfalls rücksichtslos.

Richtige Vorgehensweise: Kurz vorstellen und einen guten Eindruck machen

Schon im Zuge des Hauskaufs treffen zukünftige Eigentümer auf ihre Nachbarn und sollten sich kurz vorstellen. Wenn dann der Einzug ansteht, sollten Verkehrsbehinderungen und Renovierungslärm den direkten Nachbarn angekündigt werden. Auf einer netten Postkarte zusammen mit einem kleinen Geschenk, z.B. einer Blume, versüßt man den Mitmenschen die Unannehmlichkeiten und investiert in ein gutes Nachbarschaftsklima für die kommenden Jahre.

Fazit: Mit den richtigen Strategien Ärger vermeiden

Ob Schimmelflecken, Ameisen oder eine zugefallene Eingangstür – Hausbesitzern fährt schneller der Schreck in die Glieder als Mietern, denn schließlich tragen sie die volle Verantwortung für ihr Heim. Mit einem ruhigen Blick lassen sich jedoch viele Alltagsprobleme relativ schnell lösen und bleiben dabei preisgünstiger als man denkt.

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