Menschlicher Körper

Einige übergewichtige Menschen sind aufgrund ihrer Gene gesund

Viele fettleibige Menschen leiden an Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes, während andere fettleibige Menschen relativ gesund sind. Woran liegt das? Die Antwort könnte in den Genen liegen.

ubergewichtige menschen gene gesund 300x169 - Einige übergewichtige Menschen sind aufgrund ihrer Gene gesundDerzeit sind 39 % der Weltbevölkerung übergewichtig und 12 % fettleibig. Diese Zahlen haben sich in den letzten 50 Jahren verdreifacht. Der BMI (Body Mass Index) ist eines der Instrumente, die zur Definition von Fettleibigkeit verwendet werden. Er wird berechnet, indem das Gewicht in Kilogramm durch die Körpergröße im Quadrat in Metern geteilt wird. Ab einem Wert von 25 ist die Person übergewichtig. Ab einem BMI von 30 ist die Person fettleibig. Zwei Personen mit exakt demselben BMI haben nicht unbedingt das gleiche Volumen an Fettmasse und nicht unbedingt die gleiche Verteilung des Fetts im Körper. Bestimmte Speicherorte sind für das reibungslose Funktionieren des Körpers ungünstiger als andere.

Unsere Gene lenken die Fettablagerung

Einige fettleibige Menschen haben Gene, die die Ablagerung von Fett um die Bauchspeicheldrüse herum begünstigen, was das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöht. Andere fettleibige Menschen tragen Gene, die die Fetteinlagerung unter der Haut am Bauch oder am Hals (Doppelkinn) fördern werden, was das Risiko von Stoffwechselerkrankungen im Vergleich zu nicht fettleibigen Menschen nicht erhöht.

In diesem Sinne hatte eine andere, kürzlich veröffentlichte Studie die Bedeutung der genetischen Veranlagung für das Auftreten von Fettleibigkeit hervorgehoben. Eine oder mehrere Mutationen in bestimmten Schlüsselgenen des Nervensystems können nämlich das Sättigungsgefühl deregulieren. Für die Betroffenen ist die Regulierung der Nahrungsmengen extrem kompliziert.

Daten durch eine Studie bestätigt

Eine neue Studie untersuchte das Auftreten von 37 Krankheiten bei 500.000 Menschen im Alter von 37 bis 73 Jahren. Zwölf Krankheiten, darunter koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und Typ-2-Diabetes, stehen in direktem Zusammenhang mit der Expression von Genen, die an der Verteilung von Fett im Körper beteiligt sind. Neun davon, darunter tiefe Venenthrombosen oder Kniearthrose, stehen nicht mit der Expression von Genen in Zusammenhang, die an der Fettverteilung im Körper beteiligt sind, sondern nur mit zu viel Fett.

Die Autoren möchten betonen, dass eine günstige Fettverteilung im Körper übergewichtige Menschen zwar vor bestimmten Stoffwechselerkrankungen schützen kann, Übergewicht aber nach wie vor ein Risikofaktor für viele andere Krankheiten ist. Um nur eine zu nennen: Fettleibigkeit erhöht das Risiko, an einer schweren Form von Covid-19 zu erkranken.

Bei der ersten Welle Anfang 2020 waren über 80 % der Personen auf der Intensivstation übergewichtig. Neben körperlichen Erkrankungen sind auch psychische Erkrankungen betroffen. Eine Studie hat einen Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Depressionen aufgezeigt. Bei Übergewicht und zusätzlicher Fettleibigkeit bleibt die Gewichtsabnahme die oberste Priorität.

Urhebender Autor: Stéphanie Le Guillou

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