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Terrassenüberdachung natürlich gestalten – biophiles Design ist der neue Trend

Die gesunde Gestaltung von Wohnräumen wird aktuell stark fokussiert. Bereits seit einigen Jahren ist biophiles Design ein weltweiter Architektur-Trend, der sich immer weiter durchsetzt. Zusammengefasst geht es darum, unseren Lebensraum mit der Natur zu verbinden. Studien bestätigen, dass dies die körperliche und mentale Gesundheit fördert. Was das alles mit Terrassen und der Wahl der richtigen Terrassenüberdachung zu tun hat, erfahren Sie in diesem Artikel.

Eine Terrasse fördert Gesundheit und Wohlbefinden

Selbst wer den Begriff biophiles Design bisher noch nicht kennt, kann das Konzept dahinter sofort verstehen. Natur ist gut für uns! Dies wurde architektonisch allerdings nicht immer so gesehen. In der Renaissance z. B. gab es das Ideal der steinernen Stadt, in der die Natur vor die Stadtmauern verbannt wurde. Dies wird heute genau umgekehrt gesehen. Gerade die Pandemie hat gezeigt: Wer eine Terrasse besitzt, kann sich glücklich schätzen. Sie sorgt dafür, dass der Wohnraum automatisch um einen Außenbereich erweitert wird. Die Terrasse bringt Licht (Vitamin D) und Luft an den Körper, weitet den Blick, ist ein Ort, an dem man sich wohlfühlt und im Idealfall Besuch von Vögeln oder Bienen erhält.

Bedingt durch das wechselhafte Wetter in unseren Breitengraden, sollte eine Terrasse am besten überdacht sein. Die Überdachung schützt vor UV-Strahlung, Nieselregen und hält den Platz sauber von fallenden Blüten oder Laub.

Wie wähle ich eine passende Terrassenüberdachung?

terrassenuberdachung naturlich gestalten 300x169 - Terrassenüberdachung natürlich gestalten - biophiles Design ist der neue TrendTerrassenüberdachungen gibt es in den verschiedensten Materialien. Gemäß dem Natur-Trend ist eine Terrassenüberdachung aus Holz eine hervorragende Wahl. Hierfür werden an der Hausfassade Holzpfosten und Holzstreben als offenes Gerüst angebracht. Für das Dach eignet sich Glas. Es verleiht der Konstruktion Leichtigkeit und sorgt für eine gesunde Ausleuchtung mit Tageslicht. Glas ist ein nachhaltiges Material, das aus natürlichen Rohstoffen gewonnen wird.

Terrassendächer aus Glas – gesetzliche Vorgaben

Für eine sogenannte Überkopfverglasung gibt es in Deutschland gesetzliche Vorgaben. Vorgeschrieben ist, dass für ein Glasdach Verbundsicherheitsglas (VGS) verwendet wird. Dieses besteht aus zwei Glasschichten, welche durch eine PVB Folie miteinander verbunden sind. Die reißfeste Folie sorgt dafür, dass das Glas auch bei einem Bruch seine Tragfestigkeit behält und das Glas nicht zu Boden stürzt.

Die übliche Glasdicke von Verbundsicherheitsglas für Terrassenüberdachungen beträgt 8 mm. Das heißt: Zwei Glasscheiben a 4 mm sind mit einer PVB Folie miteinander verbunden.

Lediglich in Regionen mit starkem Schneefall wird zu einer Terrassenüberdachung mit noch dickerem VGS geraten. Verbundsicherheitsglas der Stärke 12 ist dafür geeignet, über einen langen Zeitraum starke Schneelasten zu tragen.

Wenn das Glasdach zusätzlich Schatten spenden soll, gibt es verschiedene Lösungen das Glas um eine Markise zu erweitern. Eine elegante Variante ist die Seilspannmarkise. Sie wird zwischen den Streben einer Terrassenüberdachung aus Holz montiert und kann dann je nach Wetterlage ausgefahren werden.

Welches Holz ist für eine Terrassenüberdachung am besten?

Eine Terrassenüberdachung aus Holz soll lange halten und jeder Witterung trotzen. Lange Zeit galten Tropenhölzer wie Teak, Bongossi oder Bangkirai als die beste Wahl. Diese haben eine sehr dichte Faserstruktur und sind durch ätherische Öle und andere Substanzen sehr gut gegen Schädlingsbefall und Schimmelpilze geschützt.

Wie bekannt ist, sorgt die hohe Nachfrage nach Tropenholz allerdings für einen Raubbau tropischer Regenwälder und ist für katastrophale Folgen für Umwelt, Tiere und das Klima verantwortlich.

Heimische Hölzer sind die nachhaltigere Alternative. Um diese ähnlich dauerhaft zu machen, gibt es verschiedene Verfahren. Wärmebehandeltes Thermoholz erreicht durch die Modifizierung eine Haltbarkeit von 30 Jahren in ungeschützter Lage und kann an geschützten Fassaden sogar über 60 Jahre halten.

Kiefernholz ist ein Klassiker im Terrassenbau

Sehr beliebt für den Terrassenbau ist Kiefernholz. In mitteleuropäischen Wäldern ist Kiefer (nach der Fichte) die zweithäufigste Baumart. In Deutschland macht der Nadelbaum 23 % des Baumbestands aus.

Kiefernholz ist besonders beliebt, da es preisgünstig ist und sich gut verarbeiten lässt. Ökologischer Vorteil: Der Baum wächst schnell nach. Durch seine starke Maserung und Astlöcher wirkt es sehr natürlich. Der Farbton ist gelblich bis rötlich und dunkelt mit der Zeit nach.

Der Nachteil von Kiefernholz ist, dass es nicht sonderlich resistent gegen Pilzbefall ist und allgemein weniger haltbar. In Kombination mit einer Holzschutzlasur hält es im Außenbereich immerhin gute 10 Jahre.

Als Trägerholz eignet sich Brettschichtholz (Leimholz). Hierbei werden mehrere Lagen Holz miteinander verleimt, wodurch es zu einem absolut stabilen Baumaterial wird.

Pflanzen sind gut für die Psyche

Es gibt eine Reihe von Studien, die belegen, dass sich Menschen in der Nähe von Pflanzen wohler fühlen. Dies trifft laut Studien in Klassenzimmern, an Arbeitsplätzen, in Krankenhäusern und Wohnräumen zu. Untersuchungen dieser Art sind auch die Grundlage der biophilen Architektur. Zu ihr gehören natürliche Materialien (in erster Linie Holz), Licht, Luft, Pflanzen und (wenn möglich) auch Wasser. Durch die Erweiterung des Wohnraums um eine Terrasse, lässt sich all dies verwirklichen.

Urhebender Autor: Redaktion Futura

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