Geschichte

Zeitumstellung: Warum gibt es Winterzeit und Sommerzeit?

Zweimal im Jahr springen wir zwischen Sommer- und Winterzeit hin und her. Obwohl wir alle wissen, dass unsere Uhren dann immer vor- oder zurückgestellt werden müssen, haben wir wenig Kenntnis über die Geschichte und die Vorteile dieser Praxis.

Unser Planet ist Schuld an den Zeitumstellungen. Die Neigung der Rotationsachse der Erde im Verhältnis zur Ebene ihrer Umlaufbahn um die Sonne bewirkt, dass die Länge des Tages im Laufe des Jahres variiert. Die Sommerzeit scheint eine Möglichkeit zu sein, den Tagesablauf der Menschen an die Menge des Sonnenlichts anzupassen. So kann auf zusätzliches Licht möglichst verzichtet werden.

Ursprung der Sommer- und Winterzeit in Frankreich

zeitumstellung was 300x169 - Zeitumstellung: Warum gibt es Winterzeit und Sommerzeit?Die Idee, die Uhren im Sommer um eine Stunde vorzustellen, wurde erstmals 1916 umgesetzt. Die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgegebene Sommerzeit wurde 1976 infolge des Anstiegs der Ölpreise wieder eingeführt. Zu dieser Zeit wurde der meiste Strom in Ölkraftwerken erzeugt. Diese Sparmaßnahme sollte nur für die Dauer der Ölrestbriktionen gelten, wurde aber schließlich in den 1980er Jahren auf ganz Europa ausgedehnt.

Für die Sommerzeit werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Hier: das Zifferblatt der Gros-Horloge in Rouen. Philippe Roudaut, CC by-sa 4.0

Vorteile der Sommerzeit

Theoretisch verschiebt die Sommerzeit den Zeitpunkt des Sonnenuntergangs und damit den Zeitpunkt, an dem wir zu Hause das Licht einschalten, nach hinten. Im März führt die Zeitumstellung zwar zu einer Einsparung bei der abendlichen Beleuchtung, jedoch wird am Morgen bereits Licht benötigt, da sich der Sonnenaufgang durch die Zeitumstellung verzögert.

Je näher wir der Sommersonnenwende (der Tag, an dem auf der Nordhalbkugel die Sonne am längsten scheint) kommen, desto mehr Licht wird eingespart, weil die Sonne morgens vor den meisten Menschen aufgeht. Die französische Agentur für Umwelt und Energiemanagement (Ademe) bezifferte die Gewinne im Jahr 2009 auf 440 GWh. Die Einsparungen werden sich allerdings mit dem verbreiteten Einsatz von energiesparender Beleuchtung verlangsamen: Ademe schätzt 330 GWh bis 2030.

Kontroversen über die Zeitumstellung

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Umstellung auf die Sommerzeit bei älteren Menschen und Kindern vorübergehende Schlafstörungen verursachen kann.

Ein Fun Fact am Rande: Für Kühe in Frankreich ist die Sommerzeit mit Stress verbunden, da sie feste Melkzeiten benötigen, das durch die Verschiebung schwierig wird.

Urhebender Autor: Redaktion Futura

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