Medizin

Schmerzen mit Wärme oder Kälte lindern?

Ob bei Verstauchungen, Schmerzen, Prellungen oder Schwellungen: Sowohl Wärme als auch Kälte haben positive Auswirkungen auf Schmerz. Doch wann und wie werden sie richtig eingesetzt?

Die lokale Anwendung von Wärme oder Kälte kann Schmerzen lindern. Zumindest wenn sie richtig angewendet wird:.

Wärme gegen Muskelkontrakturen

Wärme wird bei Muskelkontrakturen, Krämpfen, Schmerzen, Steifheit und Rückenschmerzen empfohlen. Es lindert auch schmerzhafte Perioden oder Magenschmerzen.

Wärme wirkt auf unterschiedliche Weise. Sie hat:

  • eine entspannende Wirkung: Wärme fördert die Muskelentspannung.
  • eine gefäßerweiternde Wirkung: Wärme erhöht die Durchblutung und verbessert die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und den Abtransport von Giftstoffen.
  • eine schmerzlindernde Wirkung: Wärme stimuliert die Produktion von Endomorphin (schmerzlinderndes Opium) und erhöht die Schmerzschwelle.

Bei Venenschwäche, Hautkrankheiten oder Entzündungen wird Wärme jedoch nicht empfohlen.

Wie wird Wärme zur Behandlung von Schmerzen angewendet?

schmerzen lindern 300x169 - Schmerzen mit Wärme oder Kälte lindern?Verwenden Sie einen Gelbeutel, eine Wärmflasche (mit heißem Wasser oder Samen) oder ein Heizkissen, das Sie für zwei Minuten in die Mikrowelle legen. Danach sollte es 15 – 20 Minuten ruhen. Sonst könnten Sie sich mit einer noch zu heißen Kompresse verbrennen. In Apotheken gibt es Wärmepflaster, die auf die Haut geklebt werden können und 4 bis 8 Stunden lang Wärme abgeben. Das ist besonders praktisch für die Erhaltung der Bewegungsfreiheit, kostet aber bei häufiger Anwendung recht viel Geld. Physiotherapeuten hingegen verwenden häufig Infrarotlampen, deren Strahlen die Haut durchdringen, um dem Gewebe Wärme zuzuführen.

Kälte bei Trauma und Gelenkschmerzen einsetzen

Kälte wird bei Entzündungen, Verstauchungen, Zerrungen, Prellungen, Muskelrissen und Arthritis oft empfohlen. Sie wirkt auf mehreren Ebenen:

  • für eine schmerzlindernde Wirkung verlangsamt Kälte die Leitungsgeschwindigkeit der Nervenfasern;
  • für eine entzündungshemmende Wirkung reduziert Kälte die Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen (dienen Signalübertragungen zwischen Zellen);
  • bei Ödemen oder Hämatomen reduziert Kälte den Blutfluss und das Fortschreiten eines Blutergusses.

Anwendung von Kälte

Verwenden Sie einen Gelpack für den Kühlschrank oder, falls dies nicht möglich ist, in ein Handtuch eingewickelte Eiswürfel. Eine Tüte gefrorene Erbsen eignet sich ebenfalls sehr gut (Nach Gebrauch nicht mehr essen!).

Vorsicht: Kälteelemente dürfen niemals in direkten Hautkontakt treten, da dies zu Verbrennungen führen kann. Nutzen Sie Gelpacks, Eiswürfel und Co, nur 20 bis 30 Minuten, um Erfrierungen vorzubeugen. Es gibt auch Menthol- und Eukalyptolsprays oder -gels mit erfrischender Wirkung, die man auf einen Spaziergang oder beim Joggen mitnehmen kann.

Bei einer Ganzkörperkältetherapie (CEE) wird der Körper für eine bis drei Minuten in eine Atmosphäre von -110 bis -120 °C getaucht. Dieser Schock soll die Regeneration von Sportlern verbessern, insbesondere durch seine entzündungshemmende Wirkung. Zudem stimuliert der Wechsel von warm auf kalt das Herz-Kreislauf-System und wirkt sich positiv auf einige Körpereigenschaften aus.

Urhebender Autor: Céline Deluzarche

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