Fauna

Pistolenkrebs – Unterarten und ihre Lebeweise

Der Pistolenkrebs ist ein Krebs aus der Familie der Alpheidae, der einen kräftigen Ton erzeugt. Die Alpheidae sind Krustentiere. Knallkrebse haben eine große Klaue. Der sehr laute Ton, den sie abgeben, kann Beute betäuben oder sogar töten oder Raubtiere fernhalten.

Beispiele für Pistolenkrebse

Beispiele für Pistolenkrebse sind die folgenden Arten:

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  • Alpheus heterochaelis, die Bigclaw-Schnappgarnele, eine Garnele von wenigen Zentimetern Länge und von grüner Farbe. Die laute Klaue kann links oder rechts sein, ihre Größe kann fast die Hälfte des Körpers erreichen. Diese Garnele lebt im westlichen Atlantik. Forscher haben untersucht, wie diese Garnele einen solchen Ton erzeugen konnte. Es zeigte sich, dass das schnelle Schließen der Klaue zur Emission eines Wasserstrahls mit hoher Geschwindigkeit führt, wodurch ein Druckunterschied entsteht, der eine Blase implodieren lässt; es ist die Implosion dieser Unterdruckblase, die das Geräusch von mehr als 200 dB erzeugt. Das Wasser kann an dieser Stelle Temperaturen von 4.000 °C überschreiten,
  • Alpheus dentipes, die Mittelmeer-Knallgarnele, die an den Beinen P3 und P4 einen Stachel hat: Diese im Mittelmeer vorkommende Art misst etwa 3 cm,
  • Synalpheus pinkfloydi, eine Pistolengarnele mit rosa Zangen, daher der von Pink Floyd inspirierte Name. Diese Garnele wurde vor der Küste von Panama im Pazifischen Ozean gefunden.

Pistolenkrebs Scheren erzeugen das lauteste Geräusch der Welt

Die lauten Knalle der schießenden Pistolenkrebse entstehen durch ihre Scheren. Wie andere Garnelen und Krebse haben sie einen gepanzerten Rumpf. Am Kopf befinden sich zwei Scheren. Diese sind unterteilt in Grundglied und Scherenfinger.

Die Scheren können bis zu 50 % des Körpergewichts eines Pistolenkrebses ausmachen und häufig ist beim männlichen Geschlecht eine der beiden Scheren stark vergrößert.

Bei manchen Gattungen sind Panzer und Scheren stark verkalkt, wie bei einem Hummer. Oft sind sie allerdings auch in einer durchsichtigen Körperhülle, welche die Organe durchscheinen lässt. Wieder andere leuchten farbig.

Welche der beiden Scheren die “Pistole” ist, also ob sie links oder rechts sitzt, ist unterschiedlich. Es gibt aber immer nur eine “Knall-Schere”. Interessant: Verlieren Knallkrebse ihre “Pistole”, wird die andere Zange zum Schießgerät umfunktioniert. Dort, wo die ursprüngliche “Knall-Schere” war, wächst ein normaler Greifer nach.

So funktioniert die “Knall-Schere” des Pistolenkrebses: Die Schere wird geöffnet und der entstandene Hohlraum füllt sich mit Wasser (die Pistole wird geladen). Ein Druckstück, das sich ebenfalls an der Schere befindet, drückt das Wasser beim Zuschnappen so stark zusammen, dass es explosionsartig herausgedrückt wird.

So funktioniert die Kavitationsblase

Wenn das Wasser durch den starken Druck herausschießt, bildet sich eine sogenannte Kavitationsblase, welche mit Dampf gefüllt ist. Das heißt: Durch die große Energie, welche die Garnele durch den Druck auf das Wasser ausgeübt hat, verwandelt sich das Wasser zu einer schießenden Dampfblase. Aufgrund der schnellen Geschwindigkeit entsteht Unterdruck. Wenn diese Dampf-Unterdruck-Blase dann implodiert, wird das ohrenbetäubende Knall-Geräusch erzeugt, welches sogar lauter als ein Düsenjet ist.

Die Kavitationsblase fasziniert aber nicht nur wegen des Geräusches. Es passieren neben dem Knall noch 2 andere Dinge: Erwärmung und Licht.

Für einen kurzen Moment blitzt der Knall auf. Forscher nennen dies “Sonolumineszenz” und beschreiben damit, dass Licht aus Tönen erzeugt wird.

Zudem ist der mit großer Schnelligkeit entstandene Dampf in der Kavitationsblase so heiß, dass in ihrer Nähe eine Temperatur von über 4.000 °C gemessen wird.

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