Internet

Das Internet – Was ist es genau? Eine Definition

Wie funktioniert das Internet? Ein bisschen – viel – jeden Tag… Immer mehr von uns haben Zugang zum Internet und verbringen damit immer mehr Zeit. Aber wissen wir wirklich, wie es funktioniert? Dank des Internets können Sie in diesem Beitrag nachlesen, wie die Unisciel und die Universität von Lille erklären, wie das Internet funktioniert.

Das Internet ist ein weltweites Computernetzwerk, das aus einer Reihe von nationalen, regionalen und privaten Netzwerken besteht. Alle Netzwerke verwenden das gleiche Kommunikationsprotokoll: TCP/IP (Transmission Control Protocol / Internet Protocol).

Das Internet bietet drei grundlegende Arten von Diensten:

  • internet was 300x169 - Das Internet - Was ist es genau? Eine DefinitionElektronische Post (E-Mail);
  • Das Web (Seiten mit Links und Multimedia-Inhalten seiner Websites);
  • Datenaustausch über FTP (File Transfer Protocol).
  • Zunehmend wird das Internet auch für die Telefonkommunikation und für die Übertragung von Live-Video und Audio (oder Streaming) genutzt, also in der Art eines Fernsehers oder Radioempfängers.

Die Geschichte des Internets

Das Ziel des Internets lässt sich in einem Satz beschreiben: Alle Netzwerke der Welt miteinander zu verbinden. Wie das Telefon, mit dem man mit jedem sprechen kann und dessen Nummer man kennt, ist das Internet ein globales System zum Austausch von elektronischen Dokumenten: Texte, Dateien, Bilder, Töne und audiovisuelle Sequenzen. Es ist eine Allianz aus lokalen Netzwerken und Telekommunikation: Telematik im wahrsten Sinne des Wortes. Internetnutzer werden als User bezeichnet, ein Synonym für Surfer oder Netsurfer. Was die Informationen im Netzwerk betrifft, so sind diese von „Orten“ aus zugänglich, die als Internet-Sites bezeichnet werden.

Das Internet, zunächst ein militärisches Netzwerk

internet geschichte 300x168 - Das Internet - Was ist es genau? Eine DefinitionAlles begann 1969 mit der Schaffung eines narrensicheren Kommunikationsstandards: TCP/IP. Dieser Standard zerlegt Nachrichten in Pakete, die sich in alle Richtungen bewegen, bevor sie bei der Ankunft wieder zusammengesetzt werden. Diese Idee wurde im Auftrag des Pentagons während des Kalten Krieges entwickelt und hat eine fruchtbare und exponentielle Entwicklung nach sich gezogen. Seit den 1950er Jahren hatte sich die amerikanische Regierung Gedanken gemacht, wie man den Staatsapparat gegen einen möglichen sowjetischen Atomangriff schützen könnte.

Die Lösung kam von der Rand Corporation, DER Expertengruppe des Kalten Krieges. Im Jahr 1964 schlug ein Forscher namens Paul Baran vor, ein Kommunikationsnetzwerk – ohne Zentrum – einzurichten. Hätte das Netzwerk ein Nervenzentrum gehabt, sozusagen einen Kern, in dem alle Entscheidungen zentralisiert worden wären – hätten die Sowjets sicher genug Raketen darauf gerichtet, um es zu zerstören.

Daher wurde vorgeschlagen, eine Reihe von Schaltstellen einzurichten, die alle gleichwertig und miteinander verbunden sind, so dass das Netzwerk auch dann noch funktionsfähig bleibt, wenn mehrere von ihnen zerstört werden.

Zunächst finanzierte die Advanced Research Projects Agency (ARPA) des US-Verteidigungsministeriums die ersten Teile dieses dezentralen Netzwerks, das Forscher aus Universitäten, der Industrie und dem Verteidigungsministerium verbinden sollte.

So wurde im Dezember 1969 das ArpaNet geboren, bestehend aus vier Schaltstellen (drei in Kalifornien und eine in Salt Lake City).

Ein Netzwerk wird wissenschaftlich

Ursprünglich sollte das Netzwerk den Arpa-Forschern ermöglichen, seriöse Berechnungen aus der Ferne durchzuführen, mit einer Software, die sie nicht besaßen, die aber ihre Kollegen auf der anderen Seite des Landes auf ihren Computern haben konnten.

In den 1970er Jahren fanden die an das ArpaNet angeschlossenen Forscher jedoch eine neue Verwendung für das Netzwerk. Sie begannen, mit ihren Kollegen über ihre Forschung zu korrespondieren. Als sich Freundschaften entwickelten, wurde das Netzwerk genutzt, um persönliche Ratschläge auszutauschen, bis hin zu den neuesten Witzen über Richard Nixon (damals Präsident der Vereinigten Staaten)…

Bereits 1972 wurde die erste elektronische Mailingliste erstellt: SF-Lovers, über Science Fiction. Die Verspieltheit des entstehenden Netzwerks erklärt einen Großteil der heutigen Popularität des Internets. Zum ersten Mal hatten die Maschinen ein menschliches Gesicht.

Bald verbreitete sich die gute Nachricht. Amerikanische Universitäten schlossen sich nach und nach an das Netzwerk an, jede wurde zu einer einzelnen Schaltstelle (Knotenpunkt) und gab den Forschern die Gelegenheit, ihre Arbeit in ihrem FTP-Verzeichnis (File Transfer Protocol) zu veröffentlichen.

Im Laufe der Jahre verlor Arpa nach und nach die Kontrolle über die Entwicklung des Netzwerks. Forscher aus allen NATO-Ländern schlossen sich ihren amerikanischen Kollegen an. 1983 wurde das ArpaNet vom Rest des Netzwerks getrennt, das dann zum Internet, International Network oder Interconnected Network wurde. Von da an war es die amerikanische National Science Foundation (NSF), die das so genannte Backbone, das Rückenmark des Netzwerks, finanzierte. Nach und nach schlossen andere Agenturen, wie die NASA oder Forschungseinrichtungen anderer Länder, und sogar Unternehmen, wie AT&T, ihre eigenen Kommunikationsnetze an dieses Backbone an.

Der Netz-Boom

internet wie 300x200 - Das Internet - Was ist es genau? Eine DefinitionIn den 1990er Jahren wurde das Internet der breiten Öffentlichkeit durch ein einfach zu bedienendes System vorgestellt: das World Wide Web (WWW). Die Anzahl der Host-Computer im Netzwerk verdoppelte sich bis 1994 jedes Jahr, bevor sie 1995 exponentiell anstieg. In der Zwischenzeit erschienen Mosaic und dann der Netscape Navigator, die ersten Browser, oder seltener Viewer. Die breite Öffentlichkeit übernimmt das Netz. Suchsysteme erschienen, insbesondere Yahoo! und dann Google.

Millionen von Computernutzern, die mit Modems ausgestattet waren, entdeckten, dass sie die gewünschten Informationen mit einem einfachen Mausklick abrufen konnten. Ähnlich wie das Fernsehen, mit einer Vielzahl von Programmen für jeden Geschmack, scheint das Web keine Grenzen zu kennen. Das Netzwerk, das zunächst auf amerikanische Akademiker beschränkt war, ist stetig gewachsen. Das Internet und das World Wide Web sind zu einem neuen Standard für die Datenverarbeitung geworden, die es so vorher nicht gab. Sie begnügten sich nicht damit, der Welt die größte Bibliothek von Texten, Tönen und Bildern aller Zeiten zu bieten, sondern wurden zur impliziten Stütze vieler futuristischer Anwendungen: Videophonie, elektronischer Handel, Multi-User-Spiele… Niemand hatte eine solche Explosion vorhergesehen und viele Spezialisten sind sich einig, so etwas noch nicht gesehen zu haben.

Wenn es schwierig ist, sich die Grenzen des Internets vorzustellen, liegt das wahrscheinlich daran, dass zum ersten Mal jeder Benutzer zum Sender von Informationen werden kann – und nicht mehr nur zum Konsumenten. Welches System kann ein solches Kreativitätspotenzial aufweisen?

Das immer wiederkehrende Problem ist heute die Kapazität des Netzes in Bezug auf den Durchsatz, wenn sich die Benutzer und Nutzungen vervielfachen. Ein und dieselbe Person surft heute auf mehrere Arten über verschiedene Internetzugänge, insbesondere über Telefone (oder Smartphones) und Tablets, aber zunehmend auch über viele andere Mittel: Autos, Kameras, Haushaltsgeräte oder sogar öffentliche Wi-Fi-Standorte (Hotels, nomadische, von Dienstleistern verwaltete Zugangspunkte usw.) oder private Standorte (Gebäude, Einkaufszentren, Unternehmen, Flugzeuge, Boote usw.).

Auch die Einsatzmöglichkeiten vervielfältigen sich: Das Internet wird zunehmend zum Telefonieren genutzt und Video wird immer häufiger eingesetzt. Das Internet wird mehr und mehr zur Ausstrahlung von Filmen oder Programmen genutzt werden, die bisher dem Fernsehen vorbehalten waren.

Die Anzahl der Benutzer steigt parallel zur Weltbevölkerung und dem Anteil derer, die Zugang zum Internet haben. Die globale Governance, die das Netz bisher verwaltet hat, funktioniert gut, aber die Infrastruktur muss folgen, und die erfordert den Bau von Hochgeschwindigkeitsleitungen (wie ADSL und Glasfaser) und Funkzugang.

Die Adressierung müsste überprüft werden. Jeder angeschlossene Teilnehmer hat eine Nummer und das IPV4-Protokoll (Version 4 des IP-Protokolls) sieht keine ausreichende Anzahl von möglichen Adressen vor. So wie das Telefonnetz ein anderes Nummerierungssystem integrieren musste, erhöht das IPv6-Protokoll die Anzahl der Ziffern in der Adresse von 32 auf 128 Bit. Die Anzahl der möglichen Adressen steigt damit von 232 in IPv4, also etwa 4 Milliarden, auf 2128, also 3,4 x 1038 – eine fast unermessliche Menge.

Es gibt mehrere hundert Millionen Websites (siehe die Echtzeitzahlen auf Internet Live Stats) und mehrere Milliarden Nutzer (siehe die Zahlen der ITU und Internet World Stats).

Das Internet wird hauptsächlich zum Versenden von E-Mails, zum Durchsuchen von Websites und zum Austausch von Dateien verwendet.

Urhebender Autor: Redaktion Futura

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