Fauna

Die Imitationen von Spottdrosseln wurden entschlüsselt

Unter den Vögeln imitiert die Familie der Spottdrosseln gerne die Lieder und Geräusche, die diese Vögel hören. Aber sie tun dies nicht willkürlich, sondern folgen den gleichen Regeln der musikalischen Komposition wie Beethoven.

imitationen spottdrosseln entschlusselt 300x169 - Die Imitationen von Spottdrosseln wurden entschlüsseltRufen, krächzen, zwitschern, Vögel bieten eine wahre Symphonie von Liedern, aber keiner ist ein so guter Sänger wie die Spottdrossel. Er gehört zu einer Familie von Sperlingsvögeln, den Mimidae, zu der 34 Arten von Spottdrosseln gehören, weil sie die Lieder und Geräusche, die sie hören, neu interpretieren.

Einer der Spezialisten in dieser Übung ist die polyglotte Spottdrossel (Mimus polyglottos) aus Nordamerika. Der Gesang dieses Vogels besteht aus langen, sich wiederholenden Phrasen. Er kann den Gesang anderer Vögel, aber auch die Geräusche von Sirenen oder Autoalarmen kopieren. Aber die polyglotte Spottdrossel imitiert nicht nur, sie kreiert ihr eigenes Lied, basierend auf den Melodien, die sie hört. Doch wie klappt das? Diese Frage hat sich eine internationale Forschergruppe am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik gestellt.

Die polyglotte Spottdrossel, ein talentierter Komponist

Die Imitationen der Spottdrossel sind so komplex, dass es einen Neurowissenschaftler, einen Feldornithologen und einen Musikwissenschaftler brauchte, um sie zu entschlüsseln. Und sie folgen, wie Mozart oder Beethoven, den Grundregeln der musikalischen Komposition, sie sind keine Amateure. Mithilfe eines Algorithmus identifizierten die Wissenschaftler vier Kompositionsstrategien: Spottdrosseln sind in der Lage, die Klangfarbe und die Tonhöhe zu verändern sowie Übergänge zwischen einer Imitation und ihrem natürlichen Gesang zu verlängern oder zu verkürzen.

“Wenn man einer Spottdrossel eine Weile beim Singen zuhört, kann man hören, dass der Vogel die Melodien, die er imitiert, nicht zufällig aneinanderreiht. Stattdessen scheint es ähnliche Melodieausschnitte nach einheitlichen Regeln zu sequenzieren“, erklärt Tina C. Roeske vom Max-Planck-Institut und Erstautorin der Studie. Diese Intuition wurde durch die Ergebnisse des Algorithmus bestätigt.

Urhebender Autor: Julie Kern

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