Coronavirus

Heiraten in Corona-Zeiten – So wird es trotzdem der schönste Tag!

Zu Beginn der Corona-Pandemie haben viele ihre Hochzeitspläne erst einmal verschoben. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im ersten Halbjahr 2020 über 29.000 Ehen weniger geschlossen als im Vorjahr. Doch mittlerweile haben viele begriffen: Corona wird uns noch lange nicht verlassen. Darum gibt es hier ein paar nützliche Tipps, was es zu beachten gibt und wie die Hochzeit auch mit Einschränkungen ein Erfolg wird.

Gute Nachricht: Günstige Hochzeit = längere Ehe

heiraten corona 300x169 - Heiraten in Corona-Zeiten – So wird es trotzdem der schönste Tag!Zunächst einmal heißt es gegenüber dem, was man nicht ändern kann, eine positive Haltung einzunehmen. Schon lange vor Corona, nämlich 2014 fanden die amerikanischen Wirtschafts-Professoren Hugo Mialon und Andrew Francis in einer Studie heraus: Ehepaare, die weniger Geld für ihre Hochzeit ausgeben, bleiben länger verheiratet. Sie befragten hierfür 3.151 Männer und Frauen in den USA, die entweder noch verheiratet sind oder verheiratet waren, nach den Ausgaben für die Hochzeitsfeier und fanden heraus: Paare, die über 20.000 US-Dollar (ca. 17.000 Euro) für eine Hochzeit ausgaben, haben eine höhere Scheidungsrate, als Paare, die zwischen 5.000 und 10.000 Dollar (ca. 4.500 bis 9.000 Euro) bezahlt haben.

Doch das Beste: Paare, die sogar weniger als 1.000 Dollar (ca. 900 Euro) für den „großen Tag“ investierten, bleiben überdurchschnittlich lang verheiratet! Die von Hochzeitsveranstaltern suggerierte Vorstellung, dass eine besonders üppige Hochzeit, das Eheglück vergrößere, sehen die Wissenschaftler somit als widerlegt an. Auch wenn sie die genauen Gründe für das Studien-Ergebnis nicht kennen, ist eine ihrer Vermutungen, dass junge Paare, die sich für die große Hochzeit mit zu hohen Ausgaben überlasten, diese Lasten in die Ehe tragen.

Standesamtliche und religiöse Trauungen finden statt

Selbst in „Lockdown-Zeiten“ bleiben so wichtige Institutionen wie die Standesämter geöffnet. Termine für die persönliche Vorsprache kann man im Vorfeld online buchen. Für die Trauung gelten die gängigen Verhaltensregeln, wie das Tragen von FFP2-Masken und ein Abstandgebot.

Je nach Standesamt sind unterschiedlich viele (bzw. wenige) Gäste zugelassen. Oft liegt die erlaubte Zahl der Gäste unter 10 (in München z. B. 6). Für alle Gäste gilt die 3G plus Regelung. Das heißt: geimpft, genesen und mit einem aktuellen PCR-Test. Ausgenommen von dieser Regelung sind das Ehepaar und die Trauzeugen.

Religiöse Veranstaltungen zur Eheschließung sind mit der Einhaltung eines Hygiene-Konzepts ebenfalls erlaubt und es dürfen auch nicht-geimpfte Personen an religiös-kultischen Handlungen teilnehmen.

Hochzeitsvorbereitungen online erledigen

Viele wichtige Dinge vor der Hochzeit lassen sich online erledigen. So kann man

Einladungskarten für die Hochzeit online selbst gestalten (Tipp: In der Einladung sollte bereits darauf hingewiesen werden, dass die Gäste bitte darauf achten sollen, dass sie 14 Tage vor dem Termin keinen Kontakt zu einer Covid-19-invizierten Person hatten und keine Krankheitssymptome haben.)

Eheringe und Brautmode online kaufen

Friseur online buchen

Hochzeitsauto online buchen

Geschenke-Wunschliste online hinterlegen

Tipp: Das gesparte Geld kann man z. B. in einen professionellen Fotograf/ eine professionelle Fotografin sowie ein professionell erstelltes (kurzes) Video investieren. Dieses kann man im Anschluss an all jene verschicken, die bei der Feier nicht dabei sein konnten (und natürlich auch an alle, die dabei waren).

Hochzeits-Location: Regeln zu privaten Veranstaltungen in Corona-Zeiten

Das größte Problem während der Corona-Pandemie ist die Hochzeitsfeier mit Gästen. Jedes Bundesland hat eigene Regeln für private Feiern, welche man schnell online finden kann.

Die meisten Bundesländer erlauben aktuell (Stand 12/2021) Hochzeitsfeiern in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Personen und im Freien mit bis zu 100 Personen.

Generell sind Hochzeitfeiern im Freien aktuell die sicherste Wahl für alle Beteiligten, da die Ansteckungsgefahr im Freien erwiesenermaßen deutlich geringer ist. Als Schlechtwetter-Alternative eignen sich z. B. Zelte.

Hygienekonzept für private Hochzeitfeiern

Ein Hygienekonzept ist mittlerweile Pflicht für alle Veranstalter. Bei einer festen Location ist der Betreiber dieser Location als Veranstalter dafür verantwortlich und das Brautpaar muss sich darum nicht kümmern. Wer jedoch eine Hochzeitsfeier auf einem Privatgelände oder in Privaträumen veranstalten möchte, muss ein eigenes Konzept erstellen. Hierzu gehört:

  • Eine genaue Klärung darüber, wer der Veranstalter ist (das Brautpaar, die Eltern der Braut/ des Bräutigams etc.)
  • Die Größe der Location muss so sein, dass zwischen der Anzahl der Gäste ein Mindestabstand eingehalten werden kann
  • Belüftungskonzept für gleichbleibende gute Raumluft (in geschlossenen Räumen)
  • Ausreichend Möglichkeiten zur Hände-Hygiene (Waschbecken, Seife, Papier-Handtücher, Hände-Desinfektionsmittel)
  • Es müssen die Kontaktdaten für alle Gäste vorhanden sein (Gästeliste mit Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen erstellen). Dies ist wichtig, damit die Gäste informiert werden können, sollte – im Fall des Falles – nachträglich eine COVID-19-Erkrankung von einem der Gäste bekannt werden.

Lokale Flitterwochen

Die Hochzeitsreise muss nicht unbedingt nach Übersee gehen. Dies ist gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ein sehr unverlässlicher Plan und mit den wechselnden Reise-Bestimmungen ein großer Aufwand und Stress. Der positive Aspekt: lokale Reisen sind nachhaltiger und günstiger und auch im deutschsprachigen Raum gibt es tolle Urlaubs-Möglichkeiten, insbesondere für Paare. Tipp: Einfach  ein tolles Auto und eine kleine Wellness-Pension mit eigenem Whirlpool mieten. So wird man es bestimmt nicht bereuen, die Hochzeit nicht noch länger aufgeschoben zu haben.

Urhebender Autor: Redaktion Futura

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