Flora

Die globale Erwärmung verändert die Meeresoberfläche

Mit der globalen Erwärmung und der damit einhergehenden Versauerung der Ozeane stehen die marinen Ökosysteme unter Stress. Forscher warnen nun, dass dies erst der Anfang sein könnte. Unsere Treibhausgasemissionen scheinen das Gleichgewicht der Meeresoberfläche völlig aus dem Gleichgewicht zu bringen.

globale erwarmung verandert meeresoberflache 300x169 - Die globale Erwärmung verändert die MeeresoberflächeWissenschaftler definieren das Klima an der Meeresoberfläche durch die Wassertemperatur, den pH-Wert und die Konzentration von Aragonit, einem Mineral, das hauptsächlich aus Kalziumkarbonat (CaCO3) besteht und von Korallen und anderen Organismen zur Bildung von Schalen verwendet wird. Und ein Team zeigt nun, dass ein mehr oder weniger großer Teil des Klimas, das die Ozeanoberflächen im 20. Jahrhundert erlebt haben, bis 2100 verschwinden könnte. Dieser Teil hängt von der Entwicklung unserer Treibhausgasemissionen (THG) ab. Es könnten sogar neue Klimazonen entstehen.

Forscher der Northeastern University (USA) haben das Ozeanklima auf globaler Ebene für den Beginn und das Ende des 20. sowie für das Ende des 21. Jahrhundert gesehen. Dabei wurden zwei Szenarien für Treibhausgasemissionen zugrunde gelegt, eines mit einem Höchststand im Jahr 2050, das andere im Jahr 2100.

Folgen für die Ökosysteme

Diesen Modellen zufolge könnten zwischen 35,6 und 95 % des Klimas, das die Ozeanoberflächen im 20. Jahrhundert erlebt haben, bis zum Ende des 21. Jahrhunderts verschwinden, wenn man das ungünstigste Szenario für Treibhausgasemissionen zugrunde legt. Zwischen 10,3 % und 82 % der Weltmeere könnten ein neues Klima mit höheren Temperaturen, saurerem pH-Wert und niedrigeren Aragonitkonzentrationen erleben.

Die Forscher betonen die Bedeutung ihrer Entdeckung. In der Tat halten einige Meeresarten mit dem Klimawandel Schritt, indem sie sich in neue Lebensräume ausbreiten. Doch wenn die traditionellen ozeanischen Klimazonen verschwinden, könnte dies für sie schlicht unmöglich werden. Die Arten werden gezwungen, sich sehr schnell anzupassen oder… auszusterben!

Urhebender Autor: Nathalie Mayer

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