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Erster Roboterhund wurde mit Sturmgewehr bewaffnet

Der Roboterhund Spur von Ghost Robotics hat ein 6,5-mm-Sturmgewehr auf dem Rücken und kann ein Ziel aus 1.200 Metern Entfernung treffen.

Die Spot-Roboterhunde von Boston Dynamics sind schon seit Jahren in den Nachrichten. Sie wurden sogar von der französischen Armee mit anderen Robotern bei speziellen Trainingseinheiten getestet. Basierend auf dem gleichen Prinzip wie der Spot, gibt es nun den Spur für das unbemannte Spezialgewehr.

roboterhund sturmgewehr bewaffnet 300x169 - Erster Roboterhund wurde mit Sturmgewehr bewaffnetDieser von Ghost Robotics entwickelte Vierbeiner hat eine Besonderheit: Er ist ein Killerroboter. Der Spur ist mit einem 6,5 mm MK-17 Mod 1 Sturmgewehr ausgestattet. Er ist sogar der erste vierbeinige Roboter, der mit einer solchen Waffe ausgestattet ist. Der Spur wurde kürzlich mit dieser Ausstattung auf dem Kongress der Association of the US Army in Washington DC, USA, vorgestellt. Das verwendete Kaliber von 6,5 mm hat eine große Reichweite, mit der der Roboter ein 1.200 Meter entferntes Ziel genau treffen kann. Die vier gelenkigen Beine des Roboters sind ideal für die Stabilisierung des Schusses, da die Computer, die jedes Bein steuern, sehr schnell arbeiten. Die Spur kann sogar aus der Bewegung heraus präzise schießen, und dank dieser Rechenleistung kann der Rückstoß von Schüssen in Echtzeit kompensiert werden.

Ein Killerroboter für welchen Grad der Autonomie?

Bei Bedarf können auch andere Kaliber und Waffen integriert werden, so der Hersteller. Auf der Rückseite des Roboters ist die Waffe unter einer Schutzhülle mit einem Visiersystem versteckt. Der hervorstehende Lauf scheint einen Schalldämpfer zu haben. Damit soll wahrscheinlich verhindert werden, dass der Feind die Schussrichtung erkennen kann. Ghost Robotics gibt nicht an, wie die Waffe nachgeladen werden kann, erklärt aber, dass der Roboter weiß, wie man sie spannt und sichert. Spur ist außerdem langlebig und wasserdicht. Das System ist so konzipiert, dass es auch dann funktioniert, wenn mehrere Sensoren an Bord ausfallen.

Auf die ethische Frage, ob dem Roboter Autonomie in seinen Entscheidungen zugestanden werden kann, gibt der Hersteller keine Antwort. Es ist wahrscheinlich, dass die Schüsse von einem Bediener ferngesteuert werden können. Der Roboter könnte jedoch sehr wohl KI einsetzen, um potenzielle Ziele zu erkennen und zu erfassen, bevor er die Entscheidung über den Abschuss einem Bediener überlässt. Für das Militär könnte ein solcher Roboter nützlich sein, um die Sicherheit über eine Entfernung zu gewährleisten, die seiner Schussweite entspricht. Es wäre auch ein ausgezeichneter Verbündeter für die Durchführung von Aufklärungsmissionen in städtischen Gebieten.

Urhebender Autor: Louis Neveu

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