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Die Entwicklung des Kryptomarktes von 2009 bis heute

Im Jahr 2009 gab es genau eine Krypto-„Währung“: Bitcoin. Heute sind es über 9.000 Stück. Geldanlagen in den Kryptomarkt gelten als hoch Riskant. Man kann alles verlieren. Oder Millionär werden. Auch wenn Bitcoin und Blockchains bereits vor über 10 Jahren ihren Anfang nahmen, scheint es jetzt erst richtig los zu gehen. Hier erfahren Sie alles über die junge Geschichte des Kryptomarktes, über den (privaten) Handel auf Krypto-Trading-Plattformen wie Coinbase oder eToro und was den Markt beflügeln oder zerstören kann.

Der Anfang von Bitcoin: Eröffnung einer Netzwerk-Miene

Wer bei Bitcoin an geheime Technik-Cracks denkt, die irgendein System ausgetüftelt haben, wie aus einer Reihe von Rechnungen und Computer-Daten später einmal Milliarden Dollar realer Geldwert entstehen könnten – der liegt ziemlich richtig.

Die Idee, dass computergenerierte Rechenrätsel irgendeinen Wert haben könnten, kam bereits in den 1990er Jahren auf. Relevant wurde dies allerdings erst 2009 – mit dem Aufkommen von Bitcoin und der Blockchain.

Bitcoins (Bit = kleinste digitale Einheit und Coin = Münze) gibt es nicht als Scheine oder Münzen, sondern nur virtuell. Insgesamt soll es 21 Millionen Stück davon geben – irgendwo im World Wide Web versteckt. Erfunden hat sie ein gewisser Satoshi Nakamoto. Bis heute ist nicht geklärt, welche Person (oder Personengruppe) sich dahinter verbirgt.

Ein Bitcoin besteht aus einer digitalen Zahlenfolge und wird durch mathematische Verfahren erstellt. Die Speicherung basiert auf einer Blockchain (Blockkette). Bei der Blockchain handelt es sich um eine erweiterbare Kette von Datensätzen. Diese werden dezentral in einem Netzwerk von mehreren Computern gespeichert und können nachträglich nicht mehr verändert werden.

Hat man es geschafft, die Blockkette eines Bitcoins um weitere Blöcke zu ergänzen, wird man in Form von Bitcoins dafür belohnt. Die Anforderungen an die Rechenleistung des PCs für Bitcoin-„Mining“ sind mittlerweile so hoch, dass Privatpersonen kaum noch mitmischen können. Stattdessen gibt es heute extra dafür gegründete Firmen oder Mining-Pools. Bitcoin-Transaktionen und Mining sind überaus Energie-intensiv. Eine einzige Transaktion soll so viel Strom verbrauchen, wie ein durchschnittliches Einfamilienhaus in einem ganzen Monat.

Bitcoin in den Anfangszeiten: Von Null Dollar zum Wert von zwei Pizzen

entwicklung kryptomarktes 300x169 - Die Entwicklung des Kryptomarktes von 2009 bis heuteIn den Anfangszeiten war es noch anders. Am 18 August 2008 wurde die Domain bitcoin.org registriert. Darauf wurde dann vom Autor Satoshi Nakamoto das neue „Peer-to-Peer Electronic Cash System“ namens Bitcoin vorgestellt. 2009 wurde der erste Bitcoin-Block (Block Nummer 0) von Satoshi Nakamoto geschürft und dafür gab es eine Belohnung von 50 bitcoins. Der Wert eines Bitcoins zu dieser Zeit: Null Dollar.

Im ersten Jahr war Bitcoin nur für einige Hacker interessant. Das Spannendste was passierte: Durch eine Transaktion von 10.000 bitcoins konnten 2 Pizzen bei „Papa John’s“ bestellt werden.

Seit 2010 hat Gründer-Figur Satoshi Nakamoto sich übrigens von Bitcoin verabschiedet. 2011 erklärte die Person hinter dem Pseudonym, er widme sich bereits anderen Dingen („moved on to other things“).

Bitcoin in den Jahren 2011 bis 2016

2011 investiert der damals 12-jährige Erik Finman 1.000 Dollar in 100 Bitcoin und wird dadurch später der erste Bitcoin-Millionär. Er erfährt von Bitcoin zum ersten Mal durch eine illegale Tanz-Demo in Washington D.C. Einer der Protestler trägt ein Bitcoin T-Shirt. Auf der Flucht vor der Polizei fragt er ihn was dies sei. Seine Antwort: „Dies wird Wallstreet beenden, bro!“ (Aktuell (2021) besitzt Finmann 423 Bitcoins zum Wert von jeweils ca. 40.000 US-Dollar das Stück – demnach ca. 17 Millionen US-Dollar bzw. ca. 14 Millionen Euro.)

2012 beginnt Bitcoin langsam in die Öffentlichkeit zu rücken. 1.000 Online-Händler (bzw. Plattformen oder Dienstleister) akzeptieren Bitcoins als Zahlungsmittel. Zu den bekanntesten gehört WordPress.

2013 Der Preis für 1 Bitcoin ist auf 266 US-Dollar angestiegen – fällt kurz darauf auf nur 50 Dollar und pendelt sich später bei 100 Dollar ein.

2015 werden Bitcoins bereits von 100.000 Händlern als Zahlungsmittel akzeptiert. Der Wert liegt etwa bei 263 US-Dollar.

2016 ist Bitcoin längst nicht mehr allein. Es gibt bereits über 3.000 andere Krypto-Währungen, die alle nach dem Blockchain-Prinzip funktionieren, sich aber teilweise auf spezielle Märke oder bestimmte Zielgruppen konzentrieren.

Der Kryptomarkt zwischen 2016 bis 2021

Um etwa 2016 ist der Kryptomarkt auch im deutschsprachigen Raum sehr bekannt und es kommen ständig neue virtuelle Währungen (Virtual Currency VC). Spektakulär ist der Fall der erfundenen VC „OneCoin“. Die Webseite verspricht 2016 auf ihrer Webseite die „zweitgrößte Krypto-Währung“ zu sein, 2017 wird sie von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) in Deutschland verboten, 29 Millionen Euro werden eingefroren.

Tatsächlich ist Ethereum seit vielen Jahren auf dem zweiten Platz hinter Bitcoin. Andere bekannte Krypto-Währungen sind z. B. Ripple (XRP), Litecoin oder Dogecoin.

Laut dem US-Magazin Money entfällt etwa die Hälfte allen Geldes, das in Krypto-Währungen investiert wird, auf Bitcoin. 2021 soll es über 9.000 VCs geben. Immer wieder zerbrechen sich Finanz-Experten den Kopf darüber, warum einigen virtuellen Coins der rasante Aufstieg gelingt und anderen nicht. 2013 waren beispielsweise Dogecoin und Feathercoin gestartet. Während der Coin mit dem Hunde-Symbol heute zu den bekanntesten Krypto-Coins gehört und eine Reihe von „Dogecoin-Millionäre“ hervorgebracht hat, liegt der seriöser wirkende Feathercoin im Jahr 2021 hinter Platz 1.000.

So funktioniert eine Geldanlage in Krypto-Währungen

Um in den Handel mit Krypto-Währungen einzusteigen, benötigt man zunächst ein „Wallet“ – eine digitale Geldbörse. (Achtung: Wer das Passwort dazu einmal vergisst, kommt nie wieder an den Inhalt.) Solche Wallets bekommt man z. B. auf einer der zahlreichen Krypto-Trading-Plattformen. Am bekanntesten ist die amerikanische Plattform Coinbase mit über 50 Millionen Nutzern.

Da bei Bitcoin & Co kein tatsächliches Unternehmen oder ein Rohstoff dahinter steht, sondern die Idee von einem virtuellen Zahlungsmittel, orientiert sich der Markt stark an Leitfiguren. Als Tesla-Chef Elon Musk im Februar 2021 einen Teil seines Firmenvermögens in Bitcoin investierte, schoss der Kurswert rasant in die Höhe – nicht nur von Bitcoin, sondern auch anderen Krypto-Coins wie Dogecoin.

Copy Trading bei eToro

Interessant ist in diesem Licht das Copy Trading, wie es beispielsweise auf der Krypto-Trading-Plattform eToro möglich ist. Hierbei folgt man z. B. Händlern, die in den letzten 12 Monaten über 60 % Gewinn erreichen konnten. Man wählt einen Betrag, den man investieren will und über das Tool kauft und verkauft man (in Echtzeit) so, wie der Trader.

Wie man verantwortungsvoll in Krypto investiert

Investitionen in digitale Krypto-Währungen gelten als absolute Risiko-Anlage. Generell wird empfohlen, dass man bis zu 5 % seines Vermögens in solche Risiko-Geschäfte investieren kann – mit dem Bewusstsein, dass das Geld evtl. weg ist.

Was sind die größten Auswirkungen auf den Kryptomarkt?

Was den Markt von Bitcoin etc. in den letzten Jahren am meisten beflügelt hat sind:

  • Anerkennung als Zahlungsmittel
  • Investitionen von Leitfiguren wie Elon Musk
  • Krypto-Investor-Millionäre wie Erik Finman (Social Media)
  • Die technische Begrenzung von Bitcoin auf 21 Millionen. (Im Gegensatz zu Papiergeld, welches ebenfalls nur einen Wert abbildet, kann es nicht nachgedruckt und vermehrt werden.) Mittlerweile sind über 18 Millionen Bitcoins geschürft worden.

Die größte Gefahr für den Kryptomarkt sind Einschränkungen durch die Politik. China verbot beispielsweise bereits 2017 inländische Krypto-Trading-Plattformen. 2021 folgte ein Verbot für Mining und der Zugang zum internationalen Krypto-Markt wurde erschwert, was sofort einen Kursabsturz bei Bitcoin und allen anderen verursachte.

In Deutschland stuft die Bafin Bitcoins und andere VCs aktuell als „Finanzinstrumente“ ein, aber nicht als gesetzliche Zahlungsmittel.

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