Krebs

Covid-Impfung verursacht sichtbare Schwellung in Mammographie

covid impfung schwellung mammographie 300x169 - Covid-Impfung verursacht sichtbare Schwellung in MammographieEinige medizinischen Bildgebungstests zeigen, dass die Lymphknoten nach einer Covid-Impfung geschwollen sind.
Das jedoch ist erst einmal nichts ungewöhnliches, denn in diesen sekundären lymphatischen Organen wird durch eine Impfung die sogenannte Immunantwort des Körpers ausgelöst. Ein paar Tage nach der Injektion des Impfstoffs kehren die Lymphknoten dann aber aller Regel nach zur normalen Größe zurück. Vergessen werden darf jedoch auch nicht, dass Lymphknoten ebenfalls bei Krebserkrankungen geschwollen erscheinen. Zum Beispiel sind bei Brustkrebs die Lymphknoten unter den Achseln die ersten, die von Krebszellen befallen werden und sich in ihrer Größe folglich verändern.

Aufgrund der neuesten Erkenntnisse warnt das Massachusetts General Hospital in Boston (USA) nun, dass eine hohe Anzahl von Patientinnen, die in naher Zukunft zur Mammographie kommen, geschwollene Lymphknoten haben können. Diese seien dann aber nicht in einer Krebserkrankung begründet, sondern schlicht und einfach die Reaktion auf die Covid-Impfung. Die ersten Fälle von einer sogenannten Adenopathie nach der Impfung wurden im Januar 2021 gemeldet. Viele Frauen, die zu einer bildgebenden Untersuchung der Brust kamen, hatten geschwollene Lymphknoten. Oft waren die Knoten nur auf einer Seite geschwollen.

Informieren Sie den Arzt über ihre Covid-Impfung

Um bei der Interpretation dieser Tests zu helfen, veröffentlichen Ärzte des Massachusetts General Hospital im Journal of the American College of Radiology mehrere Empfehlungen, die für alle bildgebenden Tests zur Diagnose von Brust- oder Lungenkrebs gelten. Die Patienten sollten ihre aktuelle Impfanamnese angeben: Dazu gehört das Datum der Injektion, welcher Arm injiziert wurde und welcher Impfstoff verabreicht wurde. In den meisten Fällen reichen diese Informationen aus, um die Bilder zu interpretieren. Wenn die Lymphadenopathie fortbesteht und der Patient andere Symptome hat, ist dann aber auch eine weitere Untersuchung der Lymphknoten erforderlich.

„Bei Patienten mit einer kürzlich erfolgten Krebsdiagnose arbeiten das medizinische Team und der Radiologe zusammen, um zu bestimmen, wie man am besten mit dem abnormalen Aussehen der Lymphknoten nach einer kürzlich erfolgten Impfung umgeht. Auf diese Weise können sie die Behandlung auf jeden Patienten ganz individuell zuschneiden“, sagt Leslie Lamb, Arzt am Massachusetts General Hospital und Mitautor der Studie.

Urhebender Autor: Julie Kern

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