Gesundheit

CBD: Hilfreiches Hausmittel oder nutzlos?

CBD – drei kleine Buchstaben, die gerade in aller Munde sind. Überall hört man von Ölen und Blüten und davon, wie toll es sein soll, wenn man CBD für sich entdeckt hat. Völlig neue CBD-Produkte wie Kekse, Kaugummis oder Sport-Drinks fluten den Markt und viele Menschen fragen sich: Was hat es denn nun mit CBD auf sich?

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Denn einige Menschen, die CBD schon länger kennen, benutzen es mittlerweile praktisch wie ein Hausmittel – es ist jederzeit greifbar und hilft bei allen möglichen Beschwerden. Andere Menschen bleiben erst einmal skeptisch, denn noch sind die positiven Effekte des CBDs nur teilweise oder gar nicht nachgewiesen. Hat eine der beiden Seiten recht oder ist es vielleicht etwas komplizierter?

Wogegen hilft CBD nachweislich?

cbd hilfreich nutzlos 300x169 - CBD: Hilfreiches Hausmittel oder nutzlos?CBD steht für Cannabidiol. Somit entsteht es aus der Hanfpflanze, hat allerdings im Vergleich zu THC keinen berauschenden Effekt, sondern eher einen beruhigenden. Dies wurde unter anderem schon in einer Studie in Brasilien nachgewiesen, bei der die Probanden einen Vortrag halten mussten – viele derjenigen, die CBD zu sich nahmen, reagierten entspannter auf die Herausforderung.

Auch zur Behandlung schwerer Krankheiten wird CBD bereits eingesetzt. So sprachen in einer Studie im Jahr 2011 über 47 Prozent der Patienten, die an Multipler Sklerose erkrankt waren, positiv auf CBD an und hatten weniger Spastiken. Es gibt außerdem einige Studien, bei denen Probanden durch CBD ihren Appetit anregen konnten beziehungsweise das Gefühl von Übelkeit reduziert wurde.

Einige Studien – besonders in den Ländern, wo Cannabis generell legalisiert wurde – erforschen auch eine Mischung aus CBD und THC als Mittel gegen verschiedene Leiden. Allerdings muss deutlich gesagt werden, dass die Forschung hier noch in den Kinderschuhen steckt. Doch bisher zeichnet sich auch ein klarer Trend ab: Jeder Körper reagiert anders auf CBD und es ist somit kein Allheilmittel, sondern lediglich eine mögliche Alternative für bestimmte Personengruppen.

Gegen was hilft CBD potentiell?

Die Liste der potentiellen positiven Effekte ist unglaublich lang. Denn Studien brauchen ihre Zeit – Selbsttester merken hingegen recht schnell, wie sich ihr Leben mit CBD verändert. Daher gibt es online wie offline zahlreiche Erfahrungsberichte. Auch einzelne kleinere Studien zu positiven Effekten gibt es, die aber noch nicht ausreichend sind, um wirklich von einem generellen Nachweis der Effektivität zu sprechen.

Eines der häufigsten Argumente für CBD ist, dass es beruhigend wirkt. Dabei ist die Dosierung sehr genau zu beachten, da Gewicht, Alter, Stresslevel und andere Faktoren Einfluss darauf haben, wie schnell der Körper reagiert. Aber es gibt etliche Menschen, die den beruhigenden Effekt für sich nutzen, der in einigen Studien auch bereits in Teilen bestätigt wurde.

Einige Szenarien für den erfolgreichen Einsatz von CBD:

  • Stress vor einem öffentlichen Auftritt
  • Herunterfahren des Kopfes nach einem langen Arbeitstag
  • Für besseres Einschlafen
  • Beim gemütlichen Zusammensitzen mit Freunden

Auch Sportler entdecken CBD für sich. Denn Cannabidiol kann eine entzündungshemmende Wirkung haben. Das bedeutet, dass viele Sportler berichten, dass sie nach einer anstrengenden Sporteinheit mit CBD besser regenerieren. Die Entzündungshemmung ist ebenfalls bereits in Studien untersucht worden, aber auch hier gilt: Es gibt noch keine genauen Antworten auf die Frage, für wen es sich besonders eignet und welche Dosierung die beste ist.

Bei welchen Anwendungen sind Zweifel angebracht?

Leider gibt es einige schwarze Schafe in der Welt des CBD. Diese machen haltlose Versprechen, die dann alle seriösen Anbieter und Verfechter in ein schlechtes Licht rücken. So behaupten einige Menschen, dass CBD Diabetes Typ 2 heilen würde. Das ist natürlich Unsinn. Auch gegen Krebs hilft CBD selbstverständlich nicht – hier wird getrickst, indem man die Anwendung von CBD bei einigen Krebspatienten (zum Beispiel, um Übelkeit zu bekämpfen) in einen falschen Kontext setzt.

Generell gilt, dass CBD unterschiedlichste Dinge beeinflussen kann. Leidet jemand unter Stress und isst daher zu viel, kann CBD beruhigend wirken und somit indirekt auch beim Abnehmen helfen – das bedeutet jedoch nicht, dass man durch CBD abnimmt. Gleiches gilt für psychische Krankheiten. CBD kann zwar bei Symptomen helfen oder den Alltag unterstützen, doch dann ist der Zusammenhang stets äußerst indirekt.

Was ist beim Kauf von CBD zu beachten?

cbd ol kauf beachten 300x200 - CBD: Hilfreiches Hausmittel oder nutzlos?Somit sollte schon einmal klar sein, was beim Kauf von CBD unbedingt beachtet werden muss: Stets ist die Seriosität des Anbieters zu prüfen. Da gilt es im Schritt eins zu schauen, ob haltlose Versprechen gemacht werden. Im nächsten Schritt muss dann geschaut werden, dass der Anbieter stets seine Lieferketten ausweist.

Denn das Wichtigste beim Kauf von CBD ist, auf die Qualität zu achten. Hanfpflanzen nehmen äußerst gut Schadstoffe auf, ein Anbau mit Bio-Qualität ist daher wichtig. Speziell in Europa gibt es dafür auch strenge Regeln, weshalb EU-Länder als Quellen besonders vertrauenswürdig sind.

Außerdem muss auf die Konzentration geachtet werden. Bei CBD-Ölen wird dies recht deutlich angegeben und je teurer das Produkt ist, umso höher ist meist die Konzentration – was aber auch bedeutet, dass dann weniger Öl gebraucht wird, um einen Effekt zu erzielen. Generell haben die meisten Anbieter von CBD-Produkten aber auch Dosierungshinweise und weiterführende Informationen zu ihren Produkten.

Fazit: CBD kann in gewissen Situationen durchaus helfen

CBD ist kein Wundermittel. Das behauptet zum Glück auch kaum jemand, der sich verantwortungsvoll mit Cannabis auseinandersetzt. Zu behaupten, CBD wäre für jeden Menschen genau das Richtige und könnte bei jedem Leiden helfen, ist aus wissenschaftlicher Sicht einfach nicht haltbar.

Aber auch die krassen Gegner des CBDs sind nicht unbedingt seriös. Denn sie streiten jegliche Wirkung des CBD ab, obwohl es mittlerweile einige Studien gibt, die durchaus positive Effekte für verschiedene Leiden nachweisen. Und auch wenn Erfahrungsberichte nicht den gleichen Wert haben können wie wissenschaftliche Studien, ist die Beliebtheit von CBD doch ein guter Hinweis darauf, dass sich weitere Studien lohnen werden.

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